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BLANCO

Die Spüle

FIRMENNAME
BLANCO

KLASSIKER
Spüle BLANCO AXIS III 6 S–IF (seit 2001)

GRÜNDER
Heinrich Blanc

GRÜNDUNG
1925 in Oberderdingen

MITARBEITENDE
1500

JAHRESUMSATZ
379 Mio. Euro (2017)

Von Wärmflaschen über Milchkannen bis zum Fleischereibedarf: Heinrich Blanc hatte in seiner Firma bereits die unterschied­lichsten Dinge hergestellt, bevor 1951 die ersten Haushalts­spülen der Marke BLANCO das Werk im schwäbischen Oberderdingen verließen. Eine Sternstunde in der Unternehmens­geschichte, wie sich herausstellen sollte. Denn heute, fast 70 Jahre und beinahe 60 Millionen verkaufte Spülen später, zählt BLANCO zu den weltweit führenden Anbietern von Spülcentern.

Von dieser Entwicklung konnte der junge Heinrich Blanc noch nichts ahnen, als er 1925 mit der Fabrikation von Wasserschiffen für Kohleherde begann. Wie bei vielen Pionieren der Gründer­generation waren auch in Oberderdingen die Anfänge bescheiden: Produziert wurde in zwei provisorischen Holzbaracken, die Kunden kamen vor allem aus der Region. Doch die Philosophie, schneller und besser zu sein als andere, zeigte Erfolg, und schon bald erweiterte man das Liefer­programm. Anfang der 1950er-Jahre wurden dann endgültig die Weichen für die Zukunft gestellt: Heinrich Blanc erkannte das Potenzial des rostfreien Stahls und richtete die gesamte Produkt­entwicklung auf diesen für die damalige Zeit außer­gewöhnlichen Werkstoff aus. Aus nicht rostendem Stahl waren auch die BLANCO Spülen und Spültische, die sich in Zeiten des boomenden Wohnungs­baus einer rasch wachsenden Nachfrage erfreuten.

Kurz darauf eröffneten deutschlandweit Verkaufsbüros, Auslandsniederlassungen wurden gegründet und neue Fabriken errichtet. Mit der Konzentration auf -Edelstahl war auch der Grundstein für weitere Geschäftsfelder gelegt. So produzierte BLANCO unter anderem Fassadenelemente, Kochtöpfe und Tafelgeschirr. Heute steht die Marke BLANCO für hochwertige Systemlösungen in der privaten Küche. Doch BLANCO Spülen gibt es längst nicht mehr nur aus Edelstahl. Schon in den 1980er-Jahren bereicherten farbige Produkte aus Verbundwerkstoff das Sortiment, Anfang des neuen Jahrtausends kamen Keramikspülen hinzu. 

Heute ist BLANCO der einzige Anbieter weltweit, der Spülcenter in den drei zentralen Werkstoffen Edelstahl, SILGRANIT und Keramik selbst produziert. BLANCO versteht sich als Systemanbieter, das umfassende Sortiment beinhaltet auch Küchenarmaturen, Abfalltrennsysteme und Zubehör. Dabei ist Hochwertigkeit das höchste Gebot, ist der Anspruch von BLANCO doch kein Geringerer, als in jedem Marktsegment die beste Material- und Verarbeitungsqualität anzubieten.

Nicht minder wichtig sind Funktionalität und Komfort, schließlich wird auch im Zeitalter der Spül­maschine ein Großteil der Küchen­arbeit an der Spüle verrichtet. So muss nach wie vor auch Gemüse gewaschen, geputzt und klein geschnitten werden, bevor es zubereitet wird – dabei hilft keine Maschine. Das wissen auch die -Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung von BLANCO, die ständig an neuen -Produkten und Funktionen arbeiten. Dazu zählen speziell auf die Arbeit mit Dampf­garern optimierte Spülen wie die rechts abgebildete BLANCO ZENAR XL 6 S DampfgarPlus: eine Granit­spüle, deren Stufen zum komfortablen Einhängen von Garbehältern es ermöglicht, Speisen direkt vom verschieb­baren Schneide­brett einzu­arbeiten. Aber auch die Materialien haben die Entwickler stets im Blick. So stellten sie vor kurzem BLANCO Durinox vor: eine besonders veredelte Edelstahl-Oberfläche, die doppelt so hart ist wie herkömmliche Edelstahl-Küchen­arbeits­platten, extrem widerstands­fähig und unempfind­licher gegen Fingerabdrücke. 

Für ihr Design, bei dem die Synthese von Ästhetik und Funktionalität im Vordergrund steht, wurden Spülen und Armaturen von BLANCO vielfach prämiert: mit Preisen wie dem Red Dot Award, dem iF Design Award oder der Auszeichnung Good Design des Chicago Athenaeum Museum. Besondere Exklusivität in Design und Verarbeitung verkörpert darüber hinaus die 2005 gegründete Edelstahl-Manufaktur BLANCO SteelArt. 

Weltweit ist BLANCO in ca. 100 Ländern über Tochtergesellschaften und Partner vertreten, die inter­na­tio­nalen Märkte generieren zwei Drittel des Umsatzes. Das hätte der junge Heinrich Blanc wohl kaum voraus­­ahnen können: Von einem kleinen Garagen­betrieb hat sich BLANCO zu einer Weltmarke entwickelt.