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DIE ZEIT

Die Wochenzeitung

FIRMENNAME
Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG

KLASSIKER
DIE ZEIT (seit 1946)

GRÜNDUNG
1946 in Hamburg

GRÜNDER
Gerd Bucerius (1906 – 1995)

AUFLAGE
rund 500.000 verkaufte Exemplare

SITE-VISITS
69,6 Mio. auf ZEIT ONLINE (07/2018, IVW)

Die Erkenntnis Albert Einsteins, dass wir in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele leben, hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Immer mehr Informationen stehen immer weniger Gewissheiten gegenüber, viele sind mit der Einordnung von Fakten und Ereignissen schlichtweg überfordert. Genau deshalb ist DIE ZEIT ein unverzichtbarer Bestandteil der hiesigen Medien­land­schaft, hat sie sich doch kraft ihrer redaktionellen Kompetenz der Entwirrung von Komplexität ver­schrie­ben. Gründlich recherchierte Hintergrundberichte, umfassende Reportagen und mei­nungs­starke Kommentare machen DIE ZEIT zu einem Orientierungsmedium par excellence – gerade in politisch unruhigen Zeiten. In diesem Sinne ist auch die frühere Chefredakteurin und Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff zu verstehen, wenn sie schreibt: „Wir wollten dem Leser Material bieten, damit er sich selber eine Meinung bilden kann, wir wollten ihn nicht indoktrinieren.“

Dass sich DIE ZEIT heute als meinungsführende, moderne Wochenzeitung präsentiert, fußt nicht zuletzt auf ihrer bemer­kens­werten Historie. Sie nimmt 1946 in Hamburg ihren Anfang und ist eng mit dem Grün­dungs­heraus­geber Gerd Bucerius verknüpft. Die erste Auflage ist nur 8 Seiten stark und reicht für gerade 25.000 Exemplare. Papierknappheit ist aber nicht das einzige Hindernis für DIE ZEIT, die als erste und lange einzige Zeitung Kritik an den Siegermächten übt. Diese widerständige Haltung wird von Marion Dönhoff, die DIE ZEIT mehr als 50 Jahre redaktionell, politisch und moralisch beeinflusst, weiter befördert. Liberalität und Unabhängigkeit werden, neben dem hohen journalistischen und intel­lektu­ellen Niveau, zum Markenzeichen des Blattes. Einen Meilenstein der ZEIT-Geschichte markiert 1983 der Einstieg von Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt als Herausgeber – eine Funktion, die er bis zu seinem Tod 2015 32 Jahre lang innehatte. Seit 2004 zeichnet Chefredakteur Giovanni di Lorenzo für die Geschicke des Blattes verantwortlich, das zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehört. Dass die Wochenzeitung DIE ZEIT mit berechtigtem Stolz auf eine Auflage von 500.000 verkauften Exemplaren verweisen kann und mit jeder Ausgabe mehr als 2 Millionen Leserinnen und Leser erreicht, ist auch sein Verdienst. Unbeeindruckt vom Mahlstrom des Zeitungssterbens und beseelt von dem Willen, die digitale Herausforderung zu meistern, ist das Blatt heute inhaltlich auf der Höhe der Zeit, medial omnipräsent und in ein elegantes, vielfach preisgekröntes Layout gekleidet. Daran hat auch das glanzvolle Comeback des ZEITmagazins im Jahr 2007 seinen Anteil. Es knüpft in Stil und Duktus an die gute Tradition seines Vorgängers an und ist jede Woche fester Bestandteil der Ausgabe. Als man 2011 in Hamburg den 65. Geburtstag feiert, werden Weichen in Richtung Zukunft gestellt. So wird die Markenfamilie um das Kindermagazin ZEIT LEO erweitert, und der ZEIT Verlag gründet mit der ZEIT Akademie ein eigenes Bildungsangebot. Nur wenig später geht dann die ZEIT-App an den Start. Damit richtet sich der Fokus auf ZEIT ONLINE als eines der größten und am schnellsten wachsenden Angebote für anspruchsvollen Online-Journalismus. ZEIT ONLINE steht für einordnenden Journalismus mit höchstem Anspruch, für multimediales, vielfach ausgezeichnetes Storytelling und aufwendigen Datenjournalismus. Die Redaktion arbeitet minutenaktuell, zugleich ist ZEIT ONLINE ein Ruhepol im Netz, indem es auf Glaubwürdigkeit setzt und sich jeglicher Skandalisierung und Hysterie dezidiert enthält.

Der harte Kern der ZEIT ist und bleibt ihr substanzreiches und spektrales redaktionelles Profil, das neben den klassischen Ressorts auch das Herzstück jeder Ausgabe umfasst: das ZEIT-Dossier, welches in der deutschen Zeitungslandschaft seinesgleichen sucht. Seit November 2015 spiegelt darüber hinaus das neue Ressort „Z – Zeit zum Entdecken“ die Erfahrungswelt der Leserinnen und Leser wider. Sie alle wissen einen journalistischen Anspruch zu schätzen, der für eine Haltung steht und der die Frage, was über den Tag hinaus bleibt, über kurzatmige Pseudoaktualität stellt. Und das immer wieder don­ners­tags: aus Freude an der Vollkommenheit der Mittel und voller Vorfreude auf die Entwirrung der Ziele. Einstein hätte mit Sicherheit seine Freude daran.