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Dresdner Christstollen

Das Weihnachtsgebäck

FIRMENNAME
Schutzverband Dresdner Stollen e. V.

KLASSIKER
Desdner Stollen (seit 1474)

ERFINDER
seit Generationen überlieferte Rezepte

BEKANNTHEIT
76 % (gestützt, Infratest)

VERTRIEB
weltweit

HAUPTFERTIGUNGSSTÄTTE
in rund 120 Dresdner Bäckereien und Konditoreien

Eine jahrhundertealte Tradition. Exklusive Zutaten, ausgezeichneter Geschmack und höchste Qualität. Handwerkskunst und Handarbeit. Seit Generationen gelebte Leidenschaft. Eine emotionale Kom­muni­kation. Das sind die Zutaten für das Erfolgsrezept „Dresdner Christstollen“. In rund 120 Bäckereien und Konditoreien in und um Dresden wird das traditionelle Weihnachtsgebäck nach über­lieferten Rezep­turen handgefertigt. Rosinen, Rum, Butter, süße und bittere Mandeln, Orangeat und Zitronat sind die wichtigsten und wertvollsten Zugaben, die neben Mehl, Wasser und Hefe den einzigartigen Ge­schmack des Dresdner Christstollens ausmachen. Über vier Millionen Stück der weltbekannten sächsischen Spezialität wurden allein im Jahr 2017 verkauft – in Dresden, Sachsen, Deutschland und weltweit. Der Dresdner Christstollen ist untrennbar mit der Kunst- und Kulturstadt Dresden verbunden und hier über Jahrhunderte zur Marke geworden. Ob Könige, Fürsten oder die Dresdner Bürger: In der Stadt­ge­schich­te spielt auch das Traditionsgebäck eine herausragende Rolle – Stollengeschichte ist auch Dresdner Kulturgeschichte.

Zwar war das Gebäck zur Zeit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1474 noch weit entfernt vom heutigen weihnachtlichen Hochgenuss – das mittelalterliche Fastengebäck bestand lediglich aus Mehl, Hefe und Wasser –, die Sachsen wurden ihrem Ruf als Genießer aber schon damals gerecht. Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Albrecht baten kurzerhand den Papst, das damalige Butterverbot aufzuheben. Der Heilige Vater gab diesem statt und sandte 1491 den „Dresdner Butter­brief“ in die Regentenstadt. Von da an durften die Stollenbäcker auch gehaltvollere Zutaten verwenden. Auch der wohl bekannteste sächsische Kurfürst, August der Starke, bekannte sich öffentlich als wahrer Stollenliebhaber. Von der Dresdner Bäckerzunft ließ er sich anlässlich des Zeithainer Lustlagers 1730 einen Riesenstollen backen. Dieser gilt als Vorlage für das Dresdner Stollenfest samt tonnenschwerem Riesenstollen, das jährlich am Sonnabend vor dem Zweiten Advent in Dresden gefeiert wird. Es ist wohl der Höhepunkt jeder Stollensaison und zeigt, dass sich zum einzigartigen Geschmack seit vielen Jahren auch das Engagement der Dresdner Bäcker und Konditoren gesellt, die ihre Tradition und ihr Handwerk auf unvergleichliche Art und Weise erlebbar machen. Ob auf dem weltberühmten Striezelmarkt, Deutschlands ältestem Weihnachtmarkt, dessen Name auf den Stollen – den Striezel – zurückgeht, in den vielen Cafés und Bäckereien, in Stollenbackkursen oder bei unzähligen Aktionen: Zwischen Reformationstag und Jahresende begegnet man der Marke Dresdner Stollen überall in der Stadt. 

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert agiert der Schutzverband Dresdner Stollen e. V. als Interes­sen­ver­treter der gewerblichen Hersteller des traditionellen regionalen Weihnachtsgebäcks. Einzig Christ­stollen, die hier hand­gefertigt werden, sind „echte Dresdner“. Der Verband ist Marken­schützer, -kom­muni­­kator und Qualitäts­wächter zugleich: Nur Stollen, die den hohen Anfor­derungen der Satzung entsprechen, dürfen das goldene Stollen­siegel als Aus­zeichnung für höchste Qualität und als Echt­heits­zertifikat tragen. Neben dem Stollen­siegel kennzeichnet das EU-Quali­täts­siegel das Dresdner Tra­di­tions­­gebäck als Erzeugnis und Lebensmittel, dessen Herkunft eine direkte geografische Zuordnung erlaubt.

Wie in keinem anderen Produkt vereinen sich im Dresdner Christstollen handwerkliches Können, Lei­den­schaft und jahrhundertealte Tradition. Doch auch wenn die Zutaten bekannt sind, gibt es wohl mindestens 100 Geheimnisse um das weihnachtliche Gebäck. Jeder Bäcker gibt seinem Stollen eine ganz persönliche Note – mit einer besonderen Gewürzmischung etwa, mit ein paar Rosinen mehr oder mit dem zweifachen Buttern nach dem Backen. Es sind genau diese Nuancen, die jeden Dresdner Christstollen zu einem Unikat machen und überall auf der Welt zum Höhepunkt einer festlich gedeckten Kaffeetafel.