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Duden

Das deutsche Wörterbuch

FIRMENNAME
Bibliographisches Institut GmbH

KLASSIKER
Duden − Die deutsche Rechtschreibung (seit 1880)

GRÜNDUNG
Erscheinungsdatum „Urduden“ 1880

GRÜNDER
Konrad Duden (1829 − 1911)

BEKANNTHEIT
über 90 %

Der Name Duden steht für Standardnachschlagewerke zur deutschen Gegenwartssprache und höchste lexikografische Kompetenz. Die Wörterbücher von Duden geben Sicherheit in allen sprachlichen Be­lan­gen. Der Star im heute umfangreichen Programm ist nach wie vor der Rechtschreibduden, seit über 135 Jahren das wichtigste deutsche Nachschlagewerk zur Klärung orthografischer Zweifelsfälle und das deutsche Gebrauchswörterbuch schlechthin.

Am Anfang war das Wort – doch wie wird es geschrieben? Im ausgehenden 19. Jahrhundert war das hierzulande keine leicht zu beantwortende Frage. Bis zu dieser Zeit war die deutsche Rechtschreibung ohne verbindliche Regelung gewachsen. Jeder Verlag hatte seine Hausorthografie. Nicht einmal an den Schulen wurde das Schreiben nach einheitlichen Regeln gelehrt. Diesem Zustand wollte Konrad Duden mit seinem 1880 im Leipziger Verlag Bibliographisches Institut veröffentlichten „Vollständigen Ortho­graphischen Wörterbuch der deutschen Sprache“ abhelfen. Mit diesem sogenannten „Urduden“ legte er den Grundstein für eine einheitliche deutsche Rechtschreibung. 1901 diente die sechste Auflage des Wörterbuchs von Konrad Duden als Arbeitsgrundlage der nach Berlin einberufenen II. Ortho­gra­phi­schen Konferenz. Diese markiert den Beginn einer einheitlichen amtlichen Recht­schreib­re­gelung für ganz Deutschland.

Um die Ergebnisse dieser Konferenz zügig in das „Vollständige Wörterbuch“ einarbeiten zu können, stellte das Bibliographische Institut Konrad Duden einige Mitarbeiter zur Seite. Das war die Ge­burts­stunde der Duden­redaktion, die 1911, nach dem Tod Konrad Dudens, die Fortentwicklung seines Wörterbuchs übernahm.

In der Dudenredaktion arbeitet heute ein Team von wissenschaftlichen Mit­arbeiterinnen und Mit­arbeitern. Sie beobachten und dokumentieren unter Einsatz modernster Datenbanktechnik Wort­schatz und Sprachwandel des Deutschen. Dabei stützen sie sich auf zwei Grundlagen: das Duden-Text­korpus und die Sprachberatung. Die elek­tronische Voll­text­sammlung „Duden-Korpus“ umfasst mitt­ler­weile mehr als zwei Milliarden Wortformen aus authentischen schriftlichen Quellen unter­schied­lichster Art. Diese Sprachdatenbank sichert eine originäre Dokumentation der sich wan­deln­den deutschen Gegen­warts­sprache. Aus dem gesamten deutschen Sprach­raum werden Text­sorten unter­schied­lichster Art – vom literarischen Text über Zeitungs­artikel bis hin zu Gebrauchs­anleitungen – verarbeitet und aus­ge­wer­tet. Über die Duden-Sprachberatung steht die Redaktion im engen Kontakt zur Sprach­ge­mein­schaft. Circa 40.000 Anfragen werden jährlich an die älteste und wohl am stärksten fre­quen­tierte Service­ein­richtung dieser Art in Deutschland gerichtet. Die Sprachberatung erklärt Komma­regeln, ungewöhnliche Pluralbildungen, die Bedeutung und Herkunft von Wörtern und Wendungen und immer wieder Fragen zur Rechtschreibung und Grammatik. Kostenlosen Service bietet sie über die Dudenwebsite und via Newsletter.

Im Sommer 2017 ist das Standardwerk in der mittlerweile 27., völlig neu bearbeiteten und erweiterten Auflage erschienen. Mit 5000 neuen Wörtern aus dem deutschen Sprachgebrauch und insgesamt 145.000 Stichwörtern ist der neue Rechtschreibduden das umfangreichste Nachschlagewerk, das es je gab. Der gelbe Klassiker ist 1264 Seiten stark und dokumentiert so aktuell wie nie den Stand der deut­schen Recht­schreibung. Der Stichwortteil wurde erheblich erweitert und enthält sämtlichen Schreib­va­rianten, die nach der gültigen amtlichen Rechtschreibregelung zulässig und begründbar sind. Mit rund 5000 neu aufgenommenen Wörtern – wie beispielsweise postfaktisch, Kopfkino, Mütterrente und Social Bot – trägt das Wörterverzeichnis den jüngsten Entwicklungen im Wortschatz der deutschen Gegen­warts­sprache in bewährter Weise Rechnung.

Auch äußerlich wurde der neue Duden moderner, er präsentiert sich mit großen über den Buchrücken laufenden Versalien in einem frischen neuen Design. Der Verlag bleibt dem Credo Konrad Dudens verpflichtet, ein Werk für die Praxis zu schaffen – für alle Menschen, die mit der deutschen Sprache leben und arbeiten.