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FRÄNKISCHE

Das Wellrohr

FIRMENNAME
FRÄNKISCHE Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG

KLASSIKER
Gelbes Dränrohr FF-Drän (seit 1961)

GRÜNDUNG
1906 in Schweinfurt

MITARBEITENDE
4200 weltweit

JAHRESUMSATZ
530 Mio. Euro (2017/18)

HAUPTFERTIGUNGSSTÄTTE
Königsberg (Bayern)

Es ist leuchtend gelb, biegsam und nahezu endlos: das Wellrohr von FRÄNKISCHE. Bereits 1952 stellte FRÄNKISCHE auf eigens gebauten Maschinen das erste flexible Elektro­installations­rohr her, damals noch aus Metall. 1959 dann fertigte FRÄNKISCHE als erster Hersteller weltweit ein endlos produzier­bares Kunst­stoff­wellrohr für die Elektro­installation. Zwei Jahre später folgte das gelbe Dränrohr, eine bahnbrechende Erfindung, die die Dräntechnik revolutionierte. Mit diesem flexiblen und geschlitzten Kunststoffrohr aus Hart-PVC für die landwirt­schaftliche Dränung leitete FRÄNKISCHE eine grund­le­gen­de Veränderung in der Meliorations­technik ein und schaffte die Voraussetzungen für eine kon­ti­nuier­liche und wirtschaft­lichere Dränrohr­verlegung. „FF-Drän“ ist eine echte Produkt­­per­sön­lich­keit: Heute, über 50 Jahre nach seiner Erfindung, bewährt es sich noch immer und erfüllt zuverlässig seine Aufgabe in vielen Bereichen der Dränung. Aus dem Dränrohr entwickelten sich im Laufe der Jahre innovative Produkte und System­lösungen für die Entwässerung von Straßen und Verkehrswegen sowie für die Regen­wasser­bewirt­schaftung und die Gebäude­dränung.

Inzwischen zählt FRÄNKISCHE zu den internationalen Spitzen­reitern bei der Entwicklung und Her­stel­lung von Rohren, Schächten und System­komponenten aus Kunststoff und Metall. Das umfang­reiche Produkt­sortiment bietet zudem Lösungen für die Gebäudelüftung, den Kabelschutz, die Elektro-, Trinkwasser-, Heizungs- und Gasinstallation sowie für die Bereiche Automotive und Industrie.

1906 nahm die Erfolgs­geschichte des Unternehmens ihren Anfang: Als „Fränkische Isolierrohr- und Metallwaren-Werke Gg. Schäfer & Cie“ unter dem Dach von Kugelfischer in Schweinfurt gegründet, produzierte das Unternehmen zunächst Isolier- und Metallrohre samt passendem Zubehör. 1909 trat Otto Kirchner, Großvater des heutigen Firmeneigners, als persönlich haftender Gesell­schafter in die Firma ein. Ein Brand im Jahr 1911 veranlasste das noch junge Unternehmen zum Umzug nach Königs­berg. Die unter­fränkische Kleinstadt ist bis heute Hauptsitz der Firma, wenngleich FRÄNKISCHE mittlerweile Produktions- und Vertriebs­standorte in 17 Ländern unterhält und weltweit mehr als 4200 Mitarbeitende beschäftigt.

Nicht nur mit der Erfindung des Kunststoffwellrohrs war FRÄNKISCHE Vorreiter. Mit Dr. Auguste Kirchner, der Witwe des 1946 verstorbenen Otto Kirchner, übernahm eine der ersten promovierten Chemikerinnen Deutschlands nach dem Krieg die Führung des Unternehmens. Eine Frau als Natur­wissen­schaftlerin und an der Spitze einer Firma – ein Novum in der damaligen Zeit. Ihre Entscheidung, auf den Werkstoff Kunst­stoff zu setzen, war wegweisend und sicherte das weitere Fort­bestehen von FRÄNKISCHE. Damals wie heute spielt soziale Verantwortung im Familien­unter­nehmen eine zentrale Rolle: „Wir engagieren uns für die Menschen und ihre Region – sei es an unserem Hauptsitz oder an den Standorten“, betont Otto Kirchner, Geschäfts­führender Gesell­schafter in dritter Generation.

Als lohnende Anlage für die Zukunft sieht Otto Kirchner die fundierte Ausbildung von Nach­wuchs­kräften. In den vergangenen 50 Jahren absolvierten mehr als 1000 junge Menschen ihre Ausbildung bei FRÄNKISCHE. Entwicklungskompetenz und qualitativ hochwertige Produkte machen das Familien­unternehmen zum Innovations­führer in vielen Bereichen. Doch neue Technologien verändern die Welt in rasender Geschwindigkeit. Was gestern noch eine Neuheit war, ist heute Standard. Um sich auch künftig erfolgreich im Wett­bewerb behaupten zu können, baut FRÄNKISCHE seine Forschungs und Entwick­lungs­tätigkeit beständig aus. Denn Produkt­neuheiten und -weiterent­wicklungen bilden die Basis des unterneh­merischen Erfolgs.

Zertifizierungen im Qualitäts-, Umwelt und Energie­management unterstreichen das nachhaltige Denken im Unternehmen. Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen ist voraus­schauendes Handeln für morgen, damit auch kommende Generationen gut leben können. Schließlich malt FRÄNKISCHE die Zukunft nicht schwarz, sondern gelb. Oder – noch besser: bunt.