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Gerolsteiner

Das Mineralwasser

FIRMENNAME
Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG

KLASSIKER
Gerolsteiner Sprudel (seit 1892)

GRÜNDUNG
1888 in Gerolstein

MITARBEITENDE
806

JAHRESUMSATZ
286,3 Mio. Euro (Nettowarenumsatz 2017)

Wasser ist nicht gleich Wasser: Hier soll es um Mineralwasser gehen, von dem die Deutschen pro Kopf 140 Liter im Jahr trinken. Die Marke ihres Vertrauens heißt Gerolsteiner. Seit 1888 füllt das Unter­neh­men Mineral­wasser in Flaschen ab. Heute ist es das meist­verkaufte Produkt seiner Art im Lande und laut GfK-Erhebung mit 98 Prozent gestütztem Bekannt­heitsgrad unangefochten Spitzen­reiter der Branche. Was macht das Gerolsteiner Mineral­wasser so besonders? Es ist ein Naturprodukt, dessen Zusammen­setzung sich den einzig­artigen geologischen Gegebenheiten des Quellortes Gerolstein verdankt.

Die Firmenadresse lautet Vulkanring. Hinter diesem ungewöhn­lichen Namen, der eher an Japan oder die Südsee denken lässt, steckt eine besondere geologische Situation. Gerolstein liegt in der Vulkan­eifel. Das heißt, dieser Mittel­gebirgs­zug an der Grenze zu Belgien und Luxemburg ist vulkanischen Ursprungs. Heute wird dort Wasser gefördert, das in der Vergan­genheit auf die sanfte Hügel­landschaft regnete. Auf seinem Weg in 250 Meter Tiefe wird es von den verschiedenen Gesteins­schichten gereinigt. Typisch für Gerolstein: Kohlen­säure vulkanischen Ursprungs trifft auf calcium- und magnesiumreiches Dolomitgestein.

Pro Liter gelangen dadurch 2500 Milligramm Mineral­stoffe ins Wasser, sodass mehr als ein Drittel des menschlichen Tages­bedarfs an Calcium und ein Viertel des Bedarfs an Magnesium gedeckt wird. Doch Menschen nehmen Lebensmittel nicht nur zu sich, weil sie gesund sind. Sie sollen auch schmecken. Hier kommt eine weitere Beson­derheit der Gerolsteiner Geologie ins Spiel. Das reichlich vorhandene Hydrogen­carbonat im Boden wirkt säure­regulierend, sodass kein unangenehmer Eigen­geschmack entsteht, sondern Gerolsteiner als angenehm neutral und erfrischend wahrgenommen wird.

Eine Besonderheit des deutschen Marktes ist die Vorliebe für Wasser mit viel Kohlensäure, Sprudel genannt. Außerdem gibt es Gerolsteiner Medium mit geringerem Kohlensäure-Anteil und stilles Wasser als kohlen­säure­freie Alter­native. Auch über die Grenzen hinaus ist der regional verankerte Mit­tel­ständ­ler aktiv. Etwa vier Prozent des Absatzes werden exportiert, was die Marke zum erfolg­reichsten deutschen Mineral­wasser weltweit macht. Neben den geogra­fischen Nachbarn in Benelux trinken beispiels­weise auch Japaner und Amerikaner Gerolsteiner Mineralwasser.

Die Kunden können darauf vertrauen, dass mit diesem Geschenk der Natur sorgsam umgegangen wird. Damit das Wasser die Kunden in genau dem perfekten Zustand erreicht, wie es die Filter­technik von Mutter Natur gemacht hat, unternimmt die Firma Gerolsteiner Brunnen zahlreiche Anstrengungen. 400 Proben werden täglich analysiert, das Mineral­wasser wird regel­mäßig auf über 240 Parameter unter­sucht, Hygiene ist oberstes Gebot bei der Abfüllung, und so gehört Mineral­wasser zu den am strengsten kontrollierten Lebens­mitteln. Die ersten Gerolsteiner Flaschen waren noch aus Steingut. Bald folgte die Umstellung auf Glasflaschen. Heute werden die Produkte von Gerolsteiner überwiegend in Pfand­flaschen aus Glas und PET abgefüllt. Gerade der Reinigungs­prozess der umwelt­freundlichen Pfand­systeme verlangt ein durchdachtes Qualitäts-und Umweltmanagement.

Ein qualitativ hochwertiges Produkt wie Gerolsteiner braucht eine starke Marke. Reader’s Digest ermittelte Gerolsteiner 2015 als die Marke, die in ihrer Branche das höchste Vertrauen genießt. Schon im Jahr 1892 ließ Unter­nehmens­gründer Wilhelm Castendyck die Wortmarke Gerolsteiner Sprudel in Verbindung mit dem Stern schützen. Seitdem hat sie nur moderate Ver­änderungen erfahren. Das Schrift­bild mit Serifen sowie die Präsentation des Gerolsteiner Löwen betonen die Historie der Traditions­marke und stärken den Marken­charakter. Das Marken­versprechen „beste Erfrischung“ wird durch die dynamisch-natürliche Darstellung des Wassers unterstrichen. Gerolsteiner bildet eine Synthese von Kontinuität und der Offenheit für Neues. Und so sind zum klassischen Sprudel zahlreiche zeitgemäße Erfrisch­ungs­getränke auf Basis des guten Gerolsteiner Mineral­wassers hinzu­gekommen. Das zeigt sich auch bei der Belegschaft: 150 der 806 Mitarbeitenden arbeiten schon mehr als 25 Jahre für das Unternehmen, das gleichzeitig aktuell 51 junge Menschen ausbildet.