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Hugendubel

Der Buchhändler

FIRMENNAME
Hugendubel

KLASSIKER
Buchhandlung (seit 1893)

GRÜNDER
Heinrich Karl Gustav Hugendubel

MITARBEITENDE
1700 deutschlandweit

VERTRIEB
über 100 Filialen und digitale Kanäle

HAUPTSITZ
München

Das Buch ist tot? So ein Unsinn. Mal ganz davon abgesehen, dass Sie gerade eines in den Händen hal­ten, geht es der Buch­branche gar nicht so schlecht, wie man es in der digitalen Immer-schneller-Gesell­schaft glauben könnte. So meldet der Börsen­verein des Deutschen Buch­handels für 2017 zwar leicht gesunkene Umsätze, über die letzten 15 Jahre sind die Ver­hält­nisse aber stabil. Auch stellte die Organi­sation fest, dass zwar etwas weniger Menschen Bücher kaufen, diese dafür aber mehr Exemplare. Weil so viel für das Buch als solches spricht: Es bietet eine Auszeit in einer rasanten Welt, gerade vor dem Gefühl, permanent online und digital erreichbar sein zu müssen. Es ist das Gegenteil von Hektik und Stress – und es sorgt für positive Gefühle.

Da ist es nur folge­richtig, dass die Menschen ihre Bücher nicht anonym im Netz bestellen, sondern vor Ort kaufen. In der Buch­handlung ihres Vertrauens, in der sie stöbern und sich beraten lassen können, in der sie sich hin­setzen und verschie­dene Titel anlesen können, und das in einer angenehmen, freund­lichen Atmosphäre. Eben in einer Bücher­welt – der Welt von Hugendubel. Das Unter­nehmen mit dem einpräg­samen Namen steht seit weit über 100 Jahren für Bücher. Um genau zu sein, schrieb man das Jahr 1893, als Heinrich Karl Gustav Hugendubel eine Buch­handlung am Münchner Salvatorplatz kaufte und damit den Grund­stein für ein deutschland­weites Groß­unternehmen in Sachen Lesen legte. Doch bis es soweit war, sollte es noch bis in die 1960er-Jahre dauern. Es war Heinrich Hugendubel, der Urenkel des Gründers, der 1964 das Geschäft übernahm und seine Geschicke für fast 40 Jahre prägte. 

So eröffnete er 1979 am Marienplatz in München die erste mehr­stöckige Buch­handlung Deutschlands, die mit ihren 2000 Quadratmetern, Roll­treppen und Lese­inseln ein radikales Novum in der Branche darstellte. 1985 startete die erste Filiale außerhalb Münchens, in Nürnberg, und viele weitere sollten folgen. Unter Heinrich Hugendubels Führung wuchs das Unternehmen zum größten inhaber­geführ­ten Filia­listen des Landes. Seit 2003 wird Hugendubel von seinen beiden Kindern, Nina und Maximilian Hugendubel, geführt, die neben dem Filial­geschäft vor der anspruchs­vollen Aufgabe standen, die aufkommende Digi­tali­sierung zu meistern.

So übernahmen sie in der Folge­zeit nicht nur verschiedene Buch­händler und Medien­handels­häuser, wie etwa Buch Habel und Weiland, Ganghofer in Ingolstadt oder Schmorl & von Seefeld in Hannover, und dehnten ihren landes­weiten Radius aus, sondern stellten vor allem auch das Geschäft auf mehrere Stand­beine. Ein enorm wichtiger Bestand­teil ist der E-Book-Sektor. In 2013 gründete Hugendubel mit Thalia, Weltbild, Club Bertelsmann und der Telekom die tolino-Allianz für digitales Lesen. Während die Telekom, die mittler­weile durch Kobo abgelöst wurde, den eReader tolino und die technische Infra­struktur bereitstellt, sorgen die Buch­händler für den flächen­deckenden Vertrieb und die kompetente Beratung. Damit kann die Allianz auf dem deutschen E-Book-Markt dem Branchen­riesen Amazon auf Augenhöhe begegnen – eine international einmalige Erfolgs­geschichte.

Neben dem E-Book-Geschäft setzt Hugendubel auch auf den eigenen Online-Shop, mit dem digitaler wie auch analoger Lese­stoff vertrieben wird, seinen Geschäfts- und Groß­kunden­vertrieb und natürlich das Filial­geschäft vor Ort. Seit das Unter­nehmen mit einem Shop-in-Shop-Konzept in die Waren­haus­kette Karstadt eingezogen ist, konnte die Zahl der Filialen in Deutschland auf weit über 100 gesteigert werden. Mit dieser Multi­channel-Strategie ist Hugendubel eines der größten inhaber­geführten Buch­handels­unternehmen in Deutschland geworden, mit aktuell über 1700 Mitarbeiterinnen und Mit­ar­bei­tern. Gemeinsam setzen sie sich für die Erfolgs­geschichte des Lesens ein – mit leiden­schaft­licher Beratung auf persönlicher Ebene, auf Unternehmens­seite auch durch die Unter­stützung diverser Lese­förderprojekte im ganzen Land. So zeigt Hugendubel, dass das Buch mitnichten ein Auslauf­modell, sondern ganz im Gegenteil ein Zukunfts­produkt ist – ein Produkt nämlich, das die Menschen berührt und ihnen positive Erlebnisse und entspannende Auszeiten schenkt. Egal ob digital oder analog.