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ifm

Die Automatisierungstechnik

FIRMENNAME
ifm-Unternehmensgruppe

KLASSIKER
induktiver Näherungsschalter (seit 1969)

GRÜNDUNG
1969 in Essen und Tettnang

GRÜNDER
Robert Buck, Gerd Marhofer

MITARBEITENDE
über 6700 (weltweit)

VERTRIEB
in über 70 Ländern weltweit

Es besser machen als alle anderen: Aus dem ambitio­nierten Vorsatz, den Gerd Marhofer und Robert Buck in den späten 1960er-Jahren gefasst hatten, entwickelten sie ein Geschäfts­modell. Aus dem Modell wurde die ifm-Unter­nehmens­gruppe und daraus ein weltweit führender und mehrfach zertifi­zierter Hersteller in der Automati­sierungs­branche. Seit seiner Gründung 1969 optimiert das Unternehmen kontinuierlich die technischen Abläufe fast aller Industrie­zweige und berück­sichtigt dank eines außer­gewöhnlich breiten Produkt­portfolios neben Standard­lösungen auch die Spezial­anforderungen einzelner Branchen.

Mit der Erfindung induktiver Zweileiter-Näherungs­sensoren begann der Erfolg von ifm bereits im Grün­dungs­jahr. Den Grund­stein dazu legten Gerd Marhofer und Robert Buck kurz zuvor im Elsass, wo der Vertriebler und der Elektro­ingenieur für einen Arbeit­geber Anlagen in Walz- und Stahlwerken in Betrieb nahmen. Zufrieden stellte die beiden diese Tätigkeit nicht. Sie wollten besser sein: bessere Produkte auf den Markt bringen und die Zusammen­arbeit mit Mitarbei­tenden und Kundschaft optimieren. Bereits mit dieser Idee im Kopf begann Robert Buck ab 1967 im Schlafzimmer seiner Wohnung im baden-württem­bergischen Tettnang, eigene Sensoren und Schal­tungen auszu­tüfteln. Auf Anregung Gerd Marhofers konstruierte er einen speziellen induktiven Sensor für die 220-Volt-Netz­spannung. Der Versuch gelang – und die „ingenieurgemeinschaft für messtechnik“, kurz ifm, startete zum Lauf in der Erfolgsspur.

Bestand das Start­kapital der Firma noch aus Bleistift und Papier, kreativen Ideen, technischem Vor­stellungs­vermögen und wenigen selbst gebastelten Geräten zur Erprobung von Schal­tungen, so ent­wick­elte sich das Zwei-Mann-Unter­nehmen fortan zügig. Gerd Marhofer und Robert Buck verlegten ihre Pro­duktions­stätte von der Wohnung in einen gewerblichen Raum in Tettnang und siedelten den Vertrieb in Essen an. Gemeinsam stellten sie in kürzester Zeit ein kleines Sortiment von zunächst vier Artikeln zusammen. Der Erfolg der Geschäfts­idee trat Schlag auf Schlag ein – und bereits 1976 gründete das junge Unternehmen eine eigene Nieder­lassung in Japan. Messen, steuern, regeln – heute zählt ifm zu den weltweit führenden Produzenten in der Auto­mati­sierungs­branche. In über 70 Ländern ent­wick­eln und vertrei­ben mehr als 6700 Beschäftigte Lösungen für rund 150.000 Kunden aus Maschi­nen­bau und Industrie. Das umfangreiche ifm-Produkt­­port­folio aus Sensoren, Software und System­­lösungen findet sich in der Auto­­mobil­­industrie, in Anlagen der Nahrungs­­mittel- und Getränke­­indus­trie, in mobilen Arbeits­maschinen, der Stahl- und Metall­­industrie, in Werkzeug­­maschinen, Wind­­energie­anlagen und Hydraulik­­sys­temen sowie in Wasch­anlagen, Aufzügen, Schranken und Über­wachungs­­geräten. 

ifm setzt zudem mit der Mehr­heits­­beteiligung an der TiSC AG und den Tochter­gesell­schaften GIB und QOSIT vermehrt auf die Entwicklung von innovativen Industrie-4.0-Lösungen.

2001 übertrug das Gründer­­duo die Unternehmens­­leitung an die Söhne Michael Marhofer und Martin Buck. Sie unter­mauern die Firmen­­philosophie „In Sicherheit erfolgreich groß werden“, halten an der Unternehmens­­zentrale in Essen sowie der Produktion und Entwick­lung am Bodensee fest und bleiben damit dem Standort Deutschland treu. Weitere Pro­duktions­­stätten in großen Absatz­­märkten wie Asien oder den USA ermöglichen eine schnelle Reaktion auf regionale Markt­­bedürfnisse. 70 Prozent des gesamten ifm-Produkt­­port­folios, mit dem ifm 2017 einen Umsatz von 880 Millionen Euro er­wirt­schaftete, sind „made in Germany“. 

Mehr als 870 Beschäf­tigte in Forschung und Entwicklung sowie deren enge Kooperation mit Uni­ver­sitäten, Forschungs­­ein­rich­tungen und jungen Unternehmen haben in den vergangenen Jahren mehr als 830 Patente und 2017 rund 65 Patent­­anmeldungen auf den Weg gebracht. Eine weltweit starke Vertriebs­­mannschaft von rund 1500 Beschäf­tigten rundet das Erfolgs­konzept ab.

Die Flexibi­lität eines mittel­­ständischen Familien­­unternehmens mit der Innova­tions­­kraft einer Un­ter­nehmens­­gruppe zu paaren, hat sich bei ifm als äußerst erfolgreiche Strategie bewährt. Sie ist Programm. Und zwar das beste.