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Mestemacher

Der Westfälische Pumpernickel

FIRMENNAME
Mestemacher GmbH

KLASSIKER
Westfälischer Pumpernickel (um 1900)

GRÜNDUNG
1871 in Gütersloh

MITARBEITENDE
558 in der Mestemacher-Gruppe (2017)

JAHRESUMSATZ
158,3 Mio. Euro Gruppenumsatz (2017)

Was um Gottes willen verbindet West­fälischen Pumper­nickel und Männer­eman­zipation? Die Antwort auf diese unge­wöhnliche Frage lautet: Mestemacher. Die über 145 Jahre alte Pumper­nickel- und Vollkorn­bäckerei Mestemacher backt die west­fälische Brot­spezialität Pumper­nickel seit 1871 nach geheimen Familien­rezepten. Und sie hat sich die Gleich­stellung von Frau und Mann sowie die Verein­barkeit von Familie und Beruf aufs Panier geschrieben. Deshalb fördert sie Väter, die Kinder, Küche und Karriere selbst­verständlich zur Männer­sache erklären – und sich so vom gängigen Männer­bild emanzipieren.

Pumper­nickel ist ein schwarz­braunes, rinden­loses, süßlich und würzig schmeck­endes Brot aus Roggen­schrot. Während des schonenden Back­vorgangs karamel­lisiert die Getreide­stärke, und der natürliche, süßliche Geschmack und die dunkle Farbe entwickeln sich. Pumpernickel zählt in der ganzen Welt zu den beliebtesten deutschen Brot­spezia­litäten.

Die Firma Mestemacher GmbH aus dem west­fälischen Gütersloh ist mit der Geschichte des Pumper­nickels aufs Engste „zusammengebacken“. 1871 eröffnete der Bäckermeister Wilhelm Mestemacher eine Bäckerei, in der von Anfang an der West­fälische Pumper­nickel zu finden war. Aus einem kleinen Hand­werks­betrieb ist mittlerweile eine moderne Groß­bäckerei mit Welt­niveau entstanden. Vollkorn­brote und west­fälischer Pumper­nickel des Welt­markt­führers für lang­haltbare deutsche Brot­delika­tessen werden in über 80 Ländern der Erde genossen. Mestemacher Pumper­nickel hat eine Back­zeit von bis zu 20 Stunden bei Temperaturen um die 100 Grad Celsius. Anschließend wird er tafel­fertig geschnitten, in eine Kunst­stoff­folie eingepackt und keimfrei gemacht. Dadurch beträgt die Verzehrs­frische sechs Monate bei ungeöffneter Verpackung, sodass Konsumenten die Marke Mestemacher weltweit genießen dürfen. „One face to the customer“ lautet das Marken­prinzip, das die Wirt­schafts­professorin an der FH Bielefeld, Dr. Ulrike Detmers, für das Familien­unternehmen definiert hat. Albert Detmers leitet als geschäfts­führender Gesell­schafter die Ressorts Vertrieb und Verwaltung, Bruder Fritz trägt als geschäfts­füh­render Gesell­schafter die Gesamt­verant­wortung für Produktion, Technik und Einkauf. Prof. Dr. Ulrike Detmers ist Mitglied der Geschäfts­führung, Gesell­schafterin und Sprecherin der Mestemacher-Gruppe. Dort leitet sie das Zentralressort Marken­management und Social Marketing. Die Gesell­schafter werden von Kim Folmeg, dem Geschäfts­führer für Produktion, Technik und Qualitäts­sicherung, sowie Marta Głowacka, der kaufmännischen Geschäfts­führerin, unterstützt. Neben dem Tradi­tions­produkt basiert der enorme Erfolg des Familien­betriebs auch auf einer konse­quenten Verbindung von gesund­heits­orientierter Ernährung und der Förderung der Gleich­stellung von Frau und Mann. Ethno-Food-Artikel und Convenience-Produkte wie Pizza­brote, Pita-Taschen oder ballast­stoffreiche Fitness-Toast-Brötchen gehören zum Sortiments­schwerpunkt sowie die tradi­tionellen westfälischen Voll­korn­brote, die mit rund 35 Prozent stärkster Umsatz­träger sind. 

Gesellschaftliche Verantwortung beweist Mestemacher auf vielfältige Weise. Ein zentraler Erfolgs­faktor sind die Pionier­leistungen von Mestemacher für die Gleich­stellung von Frau und Mann in Wirtschaft und Gesell­schaft. Frauen in Spitzen­positionen zu fördern, zählt zu den Zielen des Brot­spezia­listen – und wird bei der eigenen Personal­politik ebenso umgesetzt wie mit einem jährlich neu aufgelegten Frauen­kalender und seit 2002 mit dem „MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES“. Das Gegenstück dazu bildet der „Mestemacher Preis Spitzen­vater des Jahres“, der seit 2006 Vätern zugedacht ist, die sich an Haushalt, Kinder­erziehung und häuslicher Pflege beteiligen. Mit dem neuen „Mestemacher Preis GEMEINSAM LEBEN“ werden seit 2017 zudem Lebens­modelle wie Groß­familien, Mehr­gene­rationen­häuser oder religiöse Ein­rich­tungen prämiert, in denen sich Menschen gegen­seitig helfen. Gelebte Gleich­berech­tigung: Nicht nur Pumper­nickel und Männer­eman­zipation sind bei Mestemacher eine unschlagbare Kombination.