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Miele

Die Waschmaschine

FIRMENNAME
Miele & Cie. KG

KLASSIKER
Waschmaschine (seit 1901)

GRÜNDUNG
1899 in Herzebrock bei Gütersloh

GRÜNDER
Carl Miele (1869–1938),
Reinhard Zinkann (1864–1939)

MITARBEITENDE
20.100 (weltweit)

HAUPTFERTIGUNGSSTÄTTE
Gütersloh

Kein anderes Produkt ist so eng mit dem Namen Miele verbunden wie die Wasch­maschine. Die Bekannt­heit gründet auf dem hohen Qualitäts­anspruch und den inno­vativen tech­nischen Lösun­gen. So sind die modernen Geräte von heute ver­netzbar, extrem sparsam und zeichnen sich durch Eigen­schaften wie die inte­grierte Dosierung „TwinDos“ und das Wasch­verfahren „PowerWash 2.0“ aus. Wenn­gleich heutige Miele-Wasch­maschinen in ihrer Technik in keiner Weise mit den ersten Modellen ver­gleichbar sind, so ist eines unverändert geblieben: der Anspruch an die qualitativ hoch­wertigen Eigen­schaften. Dieses zeigten Carl Miele und Reinhard Zinkann, als sie im Jahr 1901 Europas erste serien­gefertigte Wasch­maschine auf den Markt brachten, mit einem Bottich „aus bestem und teuerstem Eichen­holz“ und einem Drehkreuz, das die im Wasser schwimmenden Wäsche­stücke hin und her bewegte. „Immer besser“ vermerkten die beiden Miele-Gründer auf den Deckeln ihrer ersten Ma­schinen – und hatten damit die Qualitäts­philo­sophie formu­liert, die das Gütersloher Unternehmen bis heute prägt: „Immer besser“ zu sein als alle anderen Anbieter und „Immer besser“ zu werden, als man bereits war.

Mehr als ein Jahr­hundert Wasch­maschinen-Geschichte ist eine ein­drucks­volle Abfolge tech­nischer Errun­gen­schaften, und die heutigen Miele-Geräte sind Hightech-Produkte der Spitzen­klasse. 1904 präsentierte Miele die erste elektrisch betriebene Wasch­maschine, in den 1930er-Jahren folgten Geräte mit Metall­bottich und Elektro­heizung. 1956 präsentierte Miele seinen ersten Wasch­voll­automaten, der waschen und schleudern konnte. Ein weiterer Durch­bruch gelang Ende der 1970er-Jahre mit der erst­maligen Nutzung von Sensor und Mikro­elektronik. Seither spielen die Elektro­niken, die Miele am Stammsitz Gütersloh selbst produziert, eine zentrale Rolle bei der konti­nuierlichen Optimierung der Maschinen: Dank elektro­nischer Steuerung lassen sich selbst empfind­lichste Seide und wertvolle Woll­pullover zuver­lässig und schonend reinigen, und dies bei gleich­zeitiger Redu­zierung von Wasser und Energie­verbrauch. Benötigten Waschmaschinen Anfang der 1980er-Jahre noch über 140 Liter Wasser pro Wasch­durchgang, so liegt der Verbrauch heute unter 50 Litern. Im selben Zeitraum wurde der Energie­verbrauch von fast drei auf unter einer kWh reduziert.

Einen spekta­kulären Meilen­stein setzte 2001 die patentierte Miele-Schon­trommel mit ihrer waben­förmigen Oberfläche, der 2013 die weiter verbesserte und ebenfalls patentierte Thermo-Schon­trommel folgte. Ein weiteres Miele-exklusives Aus­stat­tungs­merkmal ist TwinDos, die weltweit einzige im Gerät integrierte Dosierautomatik für Flüssigwaschmittel in zwei Phasen, die auch weiße und stark ver­schmutz­te Wäsche wieder strahlend sauber wäscht. Mit der auto­matischen Dosierung lassen sich laut einer Studie des Freiburger Öko-Instituts zudem bis zu 30 Prozent Wasch­mittel einsparen, was wiederum den Wasser-und Energie­verbrauch senkt. Bei der Haus­geräte­ver­netzung nimmt Miele eine führende Position ein. Gerätesteuerung per Smartphone oder Sprache ist bei vielen Produkten Standard. Miele arbeitet stetig an neuen Services und Anwendungen, die Kunden im smarten Zuhause einen tat­säch­lichen Mehrwert bieten.

Heute erreichen alle Miele-Wasch­maschinen die bestmögliche Energie­effi­zienz­klasse A+++ oder unter­schreiten diese um bis zu fünfzig Prozent – und das bei Lauf­zeiten von weniger als drei Stunden. Zuletzt präsen­tierte Miele sein neues Flagg­schiff-Modell: Die „W1 Passion“ die mit allen Pro­grammen, Kom­fort­­features und den besten Leistungs­werten ausgestattet ist, die das Unter­nehmen zu bieten hat. Hierzu zählen Merkmale wie TwinDos, Power-Wash 2.0 und SingleWash, mit der sich selbst Einzel­teile umwelt­bewusst waschen lassen. Bedienen lässt sich das Gerät durch die intuitive „M Touch“-Bedienung – wie beim Smartphone durch leichtes Antippen, Wischen oder Scrollen.

Miele erreicht heute etwa 4,1 Milliarden Euro Jahres­umsatz und beliefert eigene Ver­triebs­gesell­schaften und Importeure in rund 100 Ländern. Nach wie vor gehört das Unter­nehmen zu 100 Prozent den Grün­der­­fa­milien Miele und Zinkann, die mit je einem Gründer­urenkel in der fünfköpfigen Ge­schäfts­leitung vertreten sind.