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PAPSTAR

Das Einmalgeschirr

FIRMENNAME
PAPSTAR GmbH

KLASSIKER
Pappteller (seit 1979)

GRÜNDUNG
1979 in Schleiden

GRÜNDER
Gernot Langes-Swarovski

MITARBEITENDE
500

VERTRIEB
in über 80 Ländern weltweit

Es gibt Verbrauchs­gegen­stände, die ganz simpel sind, fast profan. Und doch sind ihr Design und ihre Form einzig­artig und vor allem: Sie wecken Erinnerungen, erzeugen Gefühle. Besonders im kuli­na­rischen Bereich. Können Sie sich an Ihre erste Curry­wurst „auf die Hand“ erinnern? Oder an die Sommer im Freibad, wo das Mittag­essen aus einer Portion Pommes Frites mit Mayonnaise bestand? Untrennbar damit verbunden sind die typischen Papp­schalen mit dem gewellten Rand. Oder Papp­teller: Auf keinem Kinder­geburts­tag im Garten oder bei einem Pick­nick im Park durften die ebenso charak­teris­tischen Kreise mit den Riffeln am Rand fehlen. Sie waren zwingend notwendig – nicht nur, um Nudel­salat oder krümeligen Marmor­kuchen davon zu essen, sondern auch als Frisbee-Ersatz oder um daraus lustige Masken zu basteln. Keine Frage: Der Papp­teller und die Pommes­schale sind zwei Stücke deutscher Kultur­geschichte.

Hierzulande geht diese Geschichte auf Hermann Henschel aus Luckenwalde zurück. Der gelernte Buch­binder­meister und Erfinder war im Jahr 1867 der erste Her­steller von Papp­tellern. Seine Motivation: Er wollte aus medizinischen Gründen Lebens­mittel hygienischer verpacken. Dieser Trend zog auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA Erfin­dungen nach sich, so etwa den von Lawrence Luellen und Hugh Moore erfundenen Papp­becher, der ursprünglich die Form eines Kegels hatte. Auch heute ist die Hygiene eines unter vielen guten Argumenten für Einmal­geschirr. Aber zurück nach Deutsch­land, zurück ins 19. Jahrhundert. Denn schon 1873, kurz nach Hermann Henschels Erfindung in Lucken­walde, gründete Oswald Matheis über 600 Kilometer weiter westlich, in Schleiden in der Eifel, seine Pappen­fabrik – die Keimzelle des heutigen Unternehmens PAPSTAR. 

Im Jahr 1969 hatte Gernot Langes-Swarovski die Pappen­fabrik übernommen und unter dem 1975 kreierten Namen PAPSTAR zu einem Unter­nehmen weiter­ent­wickelt, das weit mehr bietet als nur Teller und Becher aus Pappe. Im sieben Kilometer von Schleiden ent­fernten Kall hat es heute seinen Sitz und vertreibt Einmal­geschirr, Service­ver­pack­ungen, Tisch- und Party­dekoration sowie Hygiene­artikel – insgesamt über 7000 Produkte. Im Bereich Einmal­geschirr und Service­verpackung ist PAPSTAR der Markt­führer in Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz. Produ­ziert werden die Artikel inzwischen auf der ganzen Welt, rund 280 Lieferanten steuern ihren Teil zum Portfolio bei. In Kall unterhält PAPSTAR ein hochmodernes Logistik­zentrum, in dem ein Großteil der 500 in Deutsch­land Beschäftigten für die schnelle Abwicklung der Aufträge sorgt. Dabei bietet das Unter­nehmen sowohl die Logistik auch als Dienst­leistung an und versorgt so C+C- und Ver­braucher­marktketten wie Edeka und Metro. 

Von besonderer Bedeutung ist für PAPSTAR schon seit vielen Jahren die Nach­hal­tig­keit der Produkte, gerade im Bereich Ver­pack­ungen und Einmal­artikel. So bietet PAPSTAR eine Vielzahl von Artikeln aus nach­wachs­enden Roh­stoffen, die biologisch ab­bau­bar und kom­pos­tierbar sind. Unter dem Label „PAPSTAR pure“ finden sich FSC-zerti­fizierte Papp­teller aus schad­stoff­freier Frisch­faser oder Bestecke aus ungebleichtem Holz. Doch auch Materialien wie die aus Mais­stärke her­ge­stellten Bio-Kunststoffe PLA und C-PLA werden verwendet, um etwa kompos­tier­bare Trink­halme oder Becher herzustellen. Stabile Schalen aus Zucker­rohr oder 100 Prozent natürliche Teller aus Blättern der Arekapalme sind weitere Alter­nativen, die sich für ökologisch optimierte Einsätze anbieten. Alle Materialien sind übrigens in der eigenen Kom­pos­tier­maschine erprobt und für den nach­hal­tigen Alltags­einsatz für tauglich befunden. Darüber hinaus investiert PAPSTAR in Ent­sorgungs­lösungen für Einmal­geschirr und Service­ver­pack­ungen und hat sich auch in seinem Arbeits­alltag der Nach­haltigkeit verschrieben – Stichworte: Ökostrom, Regen­wasser­nutzung, LED-Beleuchtung, moderne Lkw und vieles mehr. So sorgt PAPSTAR dafür, dass auch zukünftige Gene­rationen mit gutem Gewissen seine Produkte nutzen können – und dass die Kultur­geschichte von Papp­teller & Co fortgeschrieben wird.