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STAEDTLER

Der Fineliner

FIRMENNAME
STAEDTLER Mars GmbH & Co. KG

KLASSIKER
STAEDTLER triplus fineliner (seit 2003)

GRÜNDUNG
1835 in Nürnberg

ERFINDER
Johann Sebastian Staedtler

MITARBEITENDE
2800 weltweit, davon 1200 in Deutschland

JAHRESUMSATZ
336 Mio. Euro

Ja, der Text, den Sie gerade lesen, ist am Computer entstanden. Aber seine Basis bildeten Stichworte, kreative Gedankenschnipsel und mit einem Bleistift skizzierte Ideen, die auf einem Stück Papier das Licht der Welt erblickten. Dann wurde der Text ausgedruckt und von einem scharfsichtigen Lektor auf Orthografie und Satzbau geprüft und mit erbarmungsloser Präzision und gleichzeitigem Wohlwollen redigiert. Mit einem Rotstift. Denn kreative Prozesse sind nun einmal auch im Digitalzeitalter nicht ohne Stift denkbar. Seit Jahrhunderten sind Schreibgeräte die Grundlage unseres Schaffens – und auch deswegen werden Verträge heute noch mit Tinte unterschrieben.

Es ist über dreieinhalb Jahrhunderte her, dass zum ersten Mal der Name Friedrich Staedtler als „Bleiweißsteftmacher“ urkundlich erwähnt wurde – nämlich im Jahre 1662. Er und seine Nachfahren widmeten sich dem Handwerk der Bleistiftherstellung. Größer wurden die Dimensionen dieses Schaffens allerdings erst 1834, als ein gewisser Johann Sebastian Staedtler den farbigen Ölkreidestift erfand, der sich wie ein Bleistift spitzen ließ. Ein Jahr später gründete er die erste Bleistiftfabrik in Nürnberg. So gilt 1835 als das Gründungsdatum eines der ältesten Industrieunternehmen Deutschlands. Schon bald machte dieses Unternehmen auch weltweit von sich reden, etwa als der Nürnberger Bleistiftmacher seine Produkte im Jahr 1853 auf der New Yorker Weltausstellung präsentierte. Nur wenige Jahre später wurden sie bereits in Frankreich, England, Italien, Russland, Amerika und dem Orient geschätzt.

Über die folgenden Jahre bewies das Unternehmen der Familie Staedtler nicht nur wirtschaftliche Leistungsstärke, sondern auch ungeahnte Innovationskraft, indem es das Schreiben immer wieder neu erfand. Zum Beispiel mit der Einführung des wasserlöslichen OHP Folienstiftes in 1964, der charakteristischen STAEDTLER Box in 1999, die dem Nutzer vier Stifte stets griffbereit auf dem Tisch darbot, oder der Erfindung der Mantelmine als innovativer Bruchschutz für Farbstifte in 2005. Auch punkten die Nürnberger regelmäßig mit neuen Herstellungsverfahren und Materialien – wie den 2015 vorgestellten Farbstiften aus WOPEX, einem innovativen Werkstoff, der größtenteils aus Holz besteht; oder mit dem 3Dsigner, einem Füller oder Tintenroller, den jeder Nutzer individuell per App gestalten kann, und der dann per 3D-Drucker produziert und mit der Post zugeschickt wird. So findet im Portfolio von STAEDTLER jeder seinen Lieblingsstift – wie den triplus fineliner, der mit seiner metallgefassten Spitze, dem ergonomischen Dreikantschaft und der DRY SAFE Technik gegen Eintrocknen zum beliebten Klassiker geworden ist.

Mit dieser Innovationskraft und Leidenschaft für das Schreiben ist STAEDTLER zum größten Hersteller für holzgefasste Stifte, Folienstifte, Radierer, Feinminen und Modelliermassen in Europa geworden. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen rund 2800 Mitarbeitende weltweit, 1200 davon in Deutschland. Produziert werden fast 75 Prozent der Produkte made in Germany ausschließlich an den deutschen Standorten Nürnberg, Sugenheim und Neumarkt, der Rest wird ganz oder teilweise in Südostasien sowie in Peru hergestellt. Vertrieben werden die Produkte mithilfe von 21 Vertriebsniederlassungen in 150 Länder der Welt, die Exportquote liegt bei über 80 Prozent – und der Umsatz betrug 336 Millionen Euro im Jahr 2017.

Für die Zukunft hat sich STAEDTLER vorgenommen, analoges Schreiben, Malen, Zeichnen und Basteln im digitalen Zeitalter weiter auszubauen und voranzubringen. Zwar bietet man mit dem STAEDTLER Noris digital längst auch einen Stift für das präzise und ergonomische Schreiben auf Tablet & Co, doch liegt die Zukunft der Kreativität für STAEDTLER weiterhin im Haptischen. Die zentrale Erkenntnis: Erst wenn eine Idee irgendwo geschrieben steht, kann sie bestehen – ob per Kugelschreiber, Tintenroller, Textmarker oder Bleistift. Einmal niedergeschrieben, ist sie in der Welt. Wie auch dieser Text, den Leserinnen und Leser gern nach Gusto markieren oder kommentieren können. Am besten mit einem Stift von STAEDTLER.