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Taft

Das Haarspray

FIRMENNAME
Henkel AG & Co. KGaA

KLASSIKER
Taft (seit 1950)

ERFINDER
Hans Schwarzkopf

MITARBEITENDE
53.700 (weltweit, 2017)

JAHRESUMSATZ
20 Mrd. Euro (weltweit, 2017)

Wir schreiben die 1990er-Jahre: Eine Business-Frau mit zeitgemäß ausladender Lockenfrisur steigt aus der Limousine, die sie direkt zum Privatjet gebracht hat. „Hamburg, wieder mal Regen“ sagt eine Stimme aus dem Off. Natürlich, wir sind in einem der vielleicht bekanntesten Werbespots für Haarpflegeprodukte überhaupt, einem popkulturellen Kleinod, das über Jahre hinweg im deutschen Fernsehen zu sehen war – und sogar in den 2010er-Jahren ein Remake mit Heidi Klum erlebte. Egal, ob es in Hamburg regnet, in München stürmt oder die Sonne in Rom brennt: Die Frisur ist geschützt – mit Drei Wetter Taft. 

Das bekannteste Haarspray des Landes hat eine Geschichte, die noch weiter zurückreicht: bis zur „Farben-, Drogen- und Parfümeriehandlung“ des Chemikers Hans Schwarzkopf in Berlin, anno 1898. Der Geschäftsbesitzer ist nicht nur ein geschickter Kaufmann, sondern auch ein ideenreicher Geist. Seine erste Erfindung ist ein wasserlösliches Pulvershampoo, das unter dem Namen „Shampoon mit dem schwarzen Kopf“ eine rasante Nachfrage erlebt und den Grundstein für den Markennamen und das Logo mit der schwarzen Silhouette legt. Unter diesem Label entstehen viele weitere innovative Produkte. Das erste flüssige Shampoo präsentiert Schwarzkopf 1927, sechs Jahre später das erste alkalifreie Shampoo „Onalkali“, das als Prototyp aller modernen Shampoos gilt; und 1949 das erste Creme-Shampoo in der Tube, das den Massenmarkt für Shampoo begründet.

Nur ein Jahr später erblickt dann das Produkt das Licht der Welt, das unter dem Begriff „das flüssige Haarnetz“ zu einem der bekanntesten Artikel der Wirtschaftswunderzeit wird. Es ist Taft, ein Haarspray, mit dem die deutschen Frauen und später auch Männer ihre aufwendigen Frisuren fixieren können. Das Produkt ist so beliebt, dass es sogar in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeht. „Taften“ ist das geläufige Synonym für „das Haar mit Haarspray besprühen“. So startet eine Erfolgsgeschichte, die bis heute ungebrochen weitergeht – natürlich immer im Zeichen ihrer jeweiligen Zeit. So ist es beispielsweise Schwarzkopf als erster internationaler Kosmetikhersteller, der 1987 auf gesellschaftlich relevante Themen wie Umweltschutz eingeht, und sein Drei Wetter Taft vollständig auf FCKW-freie Treibmittel umstellt.

Seit 1995 gehört Schwarzkopf zum Düsseldorfer Henkel-Konzern mit 53.000 Mitarbeitenden auf der ganzen Welt und einem Umsatz von 20 Milliarden Euro. Innerhalb des Bereichs Henkel Beauty Care ist Schwarzkopf die größte Marke. Taft wiederum, das in 2015 sein 60-jähriges Jubiläum feiert, ist zu einer Marke angewachsen, die auf dem deutschen Markt aus 70 Produkten besteht: von Power-Gel und Hitzeschutz bis zu Glanzspray, Lockenshampoo und Volumen-Puder.

Damit gehört Taft zu den größten Anbietern von Styling-Produkten für die Haare. Weltweit werden Taft-Produkte in 46 Ländern vertrieben. Anlässlich des 120-jährigen Jubiläums von Schwarzkopf in 2018 wird auch Taft erneut einem Relaunch unterzogen; mit einer neuen Kampagne, einem verjüngten Markenauftritt und einer neuen Markenbotschafterin: Toni Garrn. Als Model und Schauspielerin verkörpert sie eine moderne, starke Generation von Frauen, deren Leben vielschichtiger geworden ist und stark durch Social Media und Influencer geprägt wird. Ihre wandelbaren, individuellen Looks müssen schnell umsetzbar und gut in den Alltag integrierbar sein – und unter dem Slogan „It’s style time“ bietet Taft dazu die perfekte Styling-Hilfe.

Zu diesem Selbstverständnis der Kundinnen als starke, selbstständige Persönlichkeiten passt auch die Initiative „Million Chances“, die Schwarzkopf schon 2016 ins Leben gerufen hat. Die Mission: Zusammen mit internationalen und lokalen Hilfsorganisationen setzt Schwarzkopf Projekte um, die Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt dabei unterstützen, sich eine erfolgreiche berufliche und private Zukunft aufzubauen.

Und das bedeutet heute – im Unterschied zu den Werbespots der 90er-Jahre – nicht mehr, im Privatjet um die Welt zu fliegen. Hauptsache selbstbewusst, authentisch und individuell – mit der passenden Frisur dank Taft kein Problem.