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tesa

Der Klarsichtklebefilm

FIRMENNAME
tesa SE

KLASSIKER
tesafilm (seit 1936)

GRÜNDUNG
seit 2001 eigenständige Tochtergesellschaft innerhalb der Beiersdorf AG

BEKANNTHEIT
98 % in Deutschland (International Research)

MITARBEITENDE
4450 weltweit

VERTRIEB
in mehr als 100 Ländern

Wohl kaum hätte Elsa Tesmer zu Beginn des 20. Jahrhunderts damit gerechnet, dass die Anfangs- und Endsilben ihres Namens einmal einen der bekanntesten deutschen Markennamen bilden würden: tesa®. Die ehemalige Sekretärin von Dr. Oscar Troplowitz stand Pate, als der geschäftstüchtige Apotheker bereits 1906 die Bezeichnung „tesa“ ins Warenregister eintragen ließ – für eine patentierte Tube. Doch es war erst der Kaufmann Hugo Kirchberg, der das 1935 zunächst als Beiersdorfs-Kautschuk-Klebefilm auf den Markt gebrachte transparente Klebeband ein Jahr später in tesa®-Klebefilm umbenannte und damit den Grundstein für den Erfolg der Marke legte. Schon bald nach der Einführung von tesafilm® im Jahr 1941 wurde im deutschen Sprachraum mit diesem Produktnamen alles bezeichnet, was als technisches Klebeband auf den Markt kam. Deshalb lag es für Kirchbergs Arbeitgeber Beiersdorf nahe, dieses Potenzial zu nutzen und tesa® zur Dachmarke für alle Klebebänder des Firmensortiments zu machen.

Inzwischen ist tesa® längst mehr als nur der nützliche Helfer in Büro und Haushalt. Tatsächlich fallen von den aktuell über 7000 Produkten des Unternehmens nur rund 300 in den Bereich der Endkunden. Vielmehr ist tesa® in einer Vielzahl von Industrien aktiv und sorgt dafür, dass Produktionsprozesse optimiert, beschleunigt oder effizienter gemacht werden. Die Schwerpunkte liegen dabei unter anderem in den Geschäftsfeldern Automotive und Consumer Electronics. So können mehr als 100 verschiedene tesa® Produkte in einem modernen Pkw und über 45 in Mobiltelefonen verarbeitet sein. Und gerade in der zunehmenden Verbindung beider Branchen, der Automotive-Electronics-Sparte, sieht tesa® ein enormes Potenzial und hat sie als Zukunftsmarkt definiert. 

Des Weiteren sorgen Spezialprodukte von tesa® in der Druck- und Papierindustrie für die sichere Verklebung von Papierrollen und einen störungsfreien Produktionsablauf, während es besonders leistungsstarke doppelseitige Klebebänder in der Baubranche möglich machen, unterschiedliche Materialien wie Glas und Metall dauerhaft miteinander zu verbinden. Im Vergleich zu traditionellen mechanischen Methoden wie Nieten, Schrauben oder Schweißen werden durch das konstruktive Verkleben die Werkstoffe weder verändert noch beschädigt. Zu den jüngsten Geschäftsfeldern von tesa® zählt ein weiterer Zukunftsmarkt: Wirkstoff-Pflaster und schnell lösliche orale Filme. Dank Zukauf des Branchenspezialisten Labtec GmbH und den Bau einer Reinraum-Einheit kann tesa® hier als Zulieferer für die Pharmaindustrie eine international bedeutende Rolle übernehmen.

Um in dieser Vielzahl von Branchen weiterhin vorangehen zu können, nimmt der Bereich Forschung und Entwicklung eine große Rolle für den Technologieführer ein. In vier F&E-Laboren in Deutschland, den USA und Asien arbeiten 500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen täglich daran, aus innovativen Ideen neue Anwendungen zu generieren. Sie entwickeln Komponenten, Produkte und modernste Prozesse in gewohnter tesa® Qualität. Zu den jüngsten Innovationen im Verbrauchersegment zählt das tesa® Cleveres Befestigungs-System, das insgesamt 48 Klebelösungen zu einem schlagkräftigen Ganzen zusammenstellt – sortiert nach Untergründen. Insgesamt verlassen jährlich mehr als 100 neue Produkte die tesa®-Entwicklungszentren. Dass dies nicht zu Lasten der Umwelt geschieht, ist für den Chemiekonzern selbstverständlich: Durch die nachhaltige Entwicklung von umweltfreundlichen Produkten werden ökologische Ressourcen geschont. Zudem sind die Prozesse optimiert, etwa durch die Reduzierung von Lösemitteln oder die Nutzung von Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung für möglichst große Energieeffizienz. 

Für die Zukunft ist die tesa SE bestens aufgestellt. Seit 2001 firmiert das Unternehmen als 100-prozentige Tochtergesellschaft innerhalb der Beiersdorf-Gruppe. Ende 2015 bezog tesa® einen Neubau-Komplex, in dem sich Headquarter, Forschungs- und Technologiezentrum unter einem Dach befinden.

Weltweit gehört die tesa SE zu den führenden Klebebandherstellern und beschäftigt annährend 4500 Mitarbeitende. Und obwohl Elsa Tesmer längst nicht mehr lebt, steht ihr Name immer noch auf den Produkten, die in über 100 Ländern vertrieben werden.