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Trigema

Die Freizeitkleidung

FIRMENNAME
Trigema Inh. W. Grupp e.K.

KLASSIKER
Sport- und Freizeitbekleidung (seit 1969)

GRÜNDUNG
1919 in Burladingen

GRÜNDER
Josef Mayer, Eugen Mayer

JAHRESUMSATZ
100,5 Mio. Euro (2017)

HAUPTFERTIGUNGSSTÄTTEN
ausschl. in Burladingen, Altshausen und Rangendingen

Strahlkraft und ökonomische Potenz des Wirtschaftsstandorts Deutschland stehen nach wie vor außer Frage, Qualität made in Germany ist weltweit ein Begriff. Ein Unternehmen, das zudem aber auch dem Produktionsstandort Deutschland immer die Treue gehalten und damit nachweislich sehr großen Erfolg hat, ist die Trigema Inh. W. Grupp e.K. Das Familienunternehmen aus dem schwäbischen Burladingen ist der letzte Textilhersteller, der – vom Garn bis zum Fertigprodukt – ausschließlich in Deutschland fertigt. Zugleich ist Trigema auch der bundesweit größte Produzent.

Trigema bietet in dieser Eigenschaft sowohl qualitativ hochwertige Sport- und Freizeitbekleidung als auch Tag- und Nachtwäsche für Damen, Herren, Jugendliche und Kinder im mittleren Preissegment an. Von der Stoffherstellung bis zum versandfertigen Produkt realisiert Trigema alle Produktionsstufen in Eigenregie und bezieht dabei Garne, die ebenfalls nur aus Deutschland und der Europäischen Union stammen.

Der hocheffiziente vierstufige Produktionsprozess fußt dabei nicht nur auf innovativer Technologie, er setzt auch Maßstäbe in Hinsicht auf ökologische Standards. So ermöglichen die modernen Wasch- und Bleichanlagen eine umweltfreundliche Produktion der Stoffe, während das firmeneigene Kraftwerk den Betrieb durch Kraftwärmekopplung mit umweltschonendem Strom versorgt. Trigema generiert in eigenen Werken eine Wertschöpfung von 78 Prozent. Das vermittelt dem Verbraucher außerdem das gute Gefühl, sich in schadstofffreie und hautverträgliche Produkte zu kleiden.

Das Gesamtsortiment von Trigema besteht aus 600 Artikeln und das Unternehmen entwickelt pro Saison ca. 150 neue. Das Multi-Channel-Unternehmen unter der Leitung des charismatischen und persönlich haftenden Geschäftsführers Wolfgang Grupp setzt dabei auf vielfältige Vertriebswege. Neben dem zweimal jährlich erscheinenden Händlerkatalog und dem 2004 lancierten Online-Shop liegt der Akzent hier vor allem auf den 45 Testgeschäften. Damit erwirtschafteten die findigen Schwaben im Jahr 2017 die Hälfte ihres Gesamtumsatzes in Höhe von 100,5 Millionen Euro.

Der Name Trigema steht für Trikotwarenfabriken Gebrüder Mayer und rekurriert auf die beiden Firmengründer Josef und Eugen Mayer, die das Unternehmen 1919 in Burladingen aus der Taufe hoben. Ab 1922 führte Josef Mayer die Geschäfte alleine weiter, 1939 trat Schwiegersohn Dr. Franz Grupp in die Geschäftsführung ein und übernahm 1956, nach dem Tod des Gründers, die Geschäftsführung. Mit Sohn Wolfgang Grupp übernahm dann 1969 der Repräsentant der dritten Generation die Verantwortung. Unter der Ägide des ebenso dynamischen wie meinungsfreudigen Entrepreneurs entwickelte sich Trigema vom unbekannten Wäschehersteller zu Deutschlands größtem Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung. Neben der nahezu sprichwörtlichen Trigema-Qualität war es immer auch die typisch schwäbische Innovationsstärke, welche die Burladinger weiter prosperieren ließ. Dazu zählen unter anderem Produktneuheiten wie kompostierbare T-Shirts, Silber-Funktionswäsche, oder auch Textilien aus Merinowolle.

Neben seiner ausgewiesenen Modernität und Zukunftsfähigkeit besticht das Unternehmen jedoch insbesondere durch seine ganz spezielle Aura, die sich vor allem in der Person von Wolfgang Grupp verdichtet. Sein Konterfei dürfte bundesweit sehr bekannt sein, ist die einschlägige Trigema-TV-Werbung doch längst zu einem Klassiker geworden, der gleichbleibend hohe Sympathiewerte generiert. Konstant bildet die Firma jährlich 40 junge Menschen aus, und den Kindern der rund 1.200 Mitarbeiter wird nach ihrem Schulabschluss ein Arbeits- oder Ausbildungsplatz garantiert.

Darüber hinaus können sich Mitarbeiter und Menschen aus dem Trigema-Umfeld, die in Not geraten sind, an die Wolfgang & Elisabeth Grupp-Stiftung wenden. Diese unterstützte zum Beispiel den Neubau der Sporthalle Burladingen, den Umbau der Stadthalle Burladingen – und das DRK Ringingen mit einem Rettungswagen.

Kurzum also ein sehr gut aufgestelltes und funktionierendes Familienunternehmen, das sich unter seinem Slogan „100 % made in Germany“ auf der Basis klugen und verantwortlichen Handelns sicher auch weiterhin zu behaupten weiß.