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uvex

Der Radhelm

FIRMENNAME
uvex group

KLASSIKER
uvex i-vo (seit 2011)

GRÜNDUNG
1926 in Fürth

MITARBEITENDE
rund 2700 weltweit, 1800 in Deutschland

VERTRIEB
weltweit

HAUPTFERTIGUNGSSTÄTTE
Obernzell, Deutschland (Radhelm)

Auf die Pedale, fertig, los – Deutschland wird immer mehr zum Radfahrerland. Ob es am steigenden Umweltbewusstsein liegt, am fortschreitenden Verkehrsinfarkt der Innenstädte oder doch auch am Aufkommen der E-Bikes, die auch Nicht-Radler in den Sattel bringen, sei dahingestellt. Fakt ist jedenfalls: Im Jahr 2017 ist der deutsche Fahrradbestand laut Schätzung des Zweirad-Industrie-Verbands ZIV auf 73,5 Millionen Stück angewachsen. Die Menschen fahren mit dem Citybike zur Arbeit, mit dem Lastenfahrrad transportieren sie ihre Einkäufe oder bringen die Kinder in die Kita, und mit dem Mountainbike wird zum Feierabend der Berufsstress weggestrampelt. 

Gut so! Solange auch an den entsprechenden Unfallschutz gedacht wird: einen modernen Fahrradhelm. Dieses Accessoire, das lebensrettend sein kann, hat eine lange Geschichte, die in Deutschland untrennbar mit dem Namen uvex verbunden ist. So trugen die Radrennfahrer der Nachkriegszeit zwar noch keine Helme, jedoch sogenannte Sturzringe aus Leder. Und die uvex group aus Fürth stellte sie zu Beginn der 1980er-Jahre in entsprechenden Rennfarben her. Doch nur kurz danach war es an der Zeit für den ersten richtigen Helm für Radrennfahrer, der damals von der Partnerfirma MPA aus dem italienischen Agordo produziert wurde. Urs Freuler war einer der ersten Sportler, die mit diesem Helm ein professionelles Rennen fuhren. 

Schon Mitte der 80er war die Produktion von Helmen in Deutschland angekommen – und auch ihre Bekanntheit stieg. 1986 erschien der superleichte uvex airtech, der durch eine einzigartige Materialkombination von EPS und ABS-Folie extrem sicher wurde. Olaf Ludwig wurde mit diesem Helm 1988 Olympiasieger in Seoul. Und dann kam die goldene Zeit des Radsports in Deutschland, die 1990er- und 2000er-Jahre. uvex war immer mit neuen Entwicklungen dabei – etwa mit dem 2004 für das Team T-Mobile entwickelten Straßenrennhelm uvex fp 1, der mit 250 Gramm Gewicht der leichteste Helm auf dem Markt war. Für ihn wurde ein eingeschäumter Verstärkungskäfig aus thermoplastischem Hochleistungskunststoff entwickelt, der für eine größtmögliche Druckverteilung sorgte. Die Rennprofis aus dieser Zeit nutzten diesen Helm unter anderem bei der Tour de France und machten ihn damit auch bei Hobby-Rennfahrern bekannt.

Zu den letzten bahnbrechenden Innovationen in Sachen Kopfprotektoren für Pedalfahrer gehört der 2015 erschienene uvex jakkyl hde, der über einen abnehmbaren Kinnschutz verfügt. So verwandelt er sich im Handumdrehen vom All-Mountain-Helm zum Downhill-Helm mit Vollschutz, der etwa vom dreifachen Weltmeister im Crossfahren Michal Prokop genutzt wird. Und der neue uvex city light Radhelm ist mit seinem intelligenten Beleuchtungssystem der perfekte Begleiter bei allen Fahrten am Abend, der auch bei schlechten Wetterverhältnissen seinen Träger für alle sichtbar macht. Das Leitmotiv protecting people ist für uvex Auftrag und Verpflichtung. Dass die uvex sports group beim Radhelm in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine führende Marktposition einnimmt, ist ein willkommener Nebeneffekt.

Ihren Hauptsitz hat die uvex group seit jeher in Fürth, von hier aus werden die Geschicke des Unternehmens mit weltweit rund 2700 Mitarbeitenden gesteuert. Sie entwickeln nicht nur Helme für Radfahrer, auch Ski- und Reithelme ebenso wie Sport- und Skibrillen gehören zum Portfolio – aber noch viel mehr ist die uvex group einer der führenden Hersteller für Arbeitsschutzprodukte, zum Beispiel für den Augen- oder Fußschutz. Hier liegen auch die Wurzeln des 1926 von Philipp M. Winter gegründeten und 1956 von seinem Sohn Rainer Winter in uvex umbenannten Unternehmens. Der neue Name war der selbst entwickelten Brillentechnologie geschuldet und steht bis heute für UltraViolet EXcluded. Aktuell  wird die uvex group in dritter Generation von Michael Winter geführt, die insgesamt 48 Standorte in 22 Ländern betreibt. Der Jahresumsatz im Geschäftsjahr 2017/2018 betrug rund 450 Millionen Euro. Die Ziele für die Zukunft: Innovationsführerschaft erreichen, weltweit wertorientiertes Wachstum voranbringen, in allen Aktivitätsbereichen und Märkten das Siegerpodest erklimmen – und natürlich das Radfahrerland Deutschland zu einem (noch) sichereren Land machen.