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WERU

Die Fenster und Haustüren

FIRMENNAME
WERU GmbH

KLASSIKER
Fenster (seit 1969)
Haustüren (seit 1979)

GRÜNDUNG
1843 in Rudersberg

GRÜNDER
Christian Friedrich Eppensteiner

MITARBEITENDE
1150

JAHRESUMSATZ
170,4 Mio. Euro (2017)

Was macht gute Fenster und Haustüren aus? Während Außenstehende bei dieser Frage ratlos sind, wissen Hausbesitzer, Architekten und Handwerker mehr. Fenster und Haustüren sind ein Thema für sich. Vielleicht sind sie sogar die Komponenten im Hausbau, an welche die meisten Anforderungen gestellt werden. Denn moderne Fenster und Türen müssen einfach alles können: Sie müssen außerordentlich gut Wärme und Schall dämmen und besonders einbruchsicher, robust und wertbeständig sein. Zugleich sollen sie in ihren Abmessungen und Formen höchst flexibel konfigurierbar sein, um jeden Kundenwunsch zu erfüllen. Dass sie dann auch noch leicht zu bedienen sind und ein ansprechendes Design haben sollen, ist das i-Tüpfelchen des Kriterienkatalogs.

Gut, dass es WERU gibt. Das Unternehmen mit den vier großen Buchstaben ist schließlich einer der führenden Hersteller von Fenstern und Haustüren in Europa – und auch einer der dienstältesten, geht die Firmengeschichte doch bis ins Jahr 1843 zurück. In diesem Jahr gründete Christian Friedrich Eppensteiner seine Schreinerei im schwäbischen Rudersberg. Seinen heutigen Namen erhielt WERU mehrere Generationen später, als Willy Eppensteiner den Betrieb übernahm: Aus den Anfangsbuchstaben von „Willy Eppensteiner, Rudersberg“ wurde das Akronym WERU. Konzentrierte man sich anfangs noch auf die Fertigung von Rollläden und Fenstern aus Holz, begann WERU in den 1960er-Jahren mit der Verarbeitung von modernen Kunststoffen, zunächst im Rollladensegment. Mit der Zeit wuchsen die Kompetenzen, so stellte WERU ab 1972 auch eigenes Isolierglas her. Ende der 70er-Jahre startete die Produktion von Aluminium-Haustüren. Mit der Übernahme der UNILUX GmbH und der damit verbundenen Bildung der WERU Group im Jahr 2014 erweiterte sich das Produktportfolio um Holz- und Holz-Alu-Produkte. Heute ist WERU Marktführer bei Kunststofffenstern für den Wohnungsbau.

Produziert werden die WERU-Produkte am Stammsitz Rudersberg und seit 1991 im thüringischen Triptis. Das Kompetenzzentrum für Holz- und Holz-Alu-Produkte ist in Salmtal. Insgesamt verfügt die WERU Group damit über eine Produktionsfläche von 130.000 Quadratmetern und über eine Produktionskapazität von 500.000 Fensterflügeln und 16.000 Haustüren pro Jahr. Mit rund 1150 Mitarbeitenden konnte 2017 ein Jahresumsatz von rund 170,4 Millionen Euro erzielt werden. Für den Vertrieb und den Service sorgt ein weitreichendes Netz aus mehr als 2000 Fachbetrieben, die regional vor Ort auch die qualifizierte Montage übernehmen.

Um ihre Position zu halten und weiter auszubauen, setzt die WERU Group auf ein kundennahes Vertriebsnetz, auf höchste Qualität bei Materialien und der Verarbeitung sowie auf Innovation und Nachhaltigkeit. So erreichen WERU-Fenster und -Haustüren der neuesten Generation inzwischen Wärmedämmwerte, die sich den Werten von Mauerwerk annähern – und die darüber hinaus die strengen Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV problemlos erfüllen. Ihre Qualität wird durch das RAL-Gütesiegel deutlich, das bestätigt, dass WERU-Fenster technisch auf dem neuesten Stand sind und alle Anforderungen an Wärmeschutz, Schallschutz, Lüftung und Lichteinfall erfüllen. Zusätzlich setzt WERU eigene Qualitäts- und Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO-Norm ein, um alle Leistungsschritte bis zur Auslieferung der Produkte kontinuierlich zu verbessern.

Ganz oben auf der Agenda steht umweltbewusstes und ressourcenschonendes Handeln. Zum Beispiel ersetzte WERU im Jahr 2003 das bis dahin zur Verbesserung der Schalldämmwerte genutzte Gas Schwefelhexafluorid durch die unbedenklichen Edelgase Argon und Krypton. Die verschnittoptimierte Produktion sorgt dafür, dass Abfall so weit wie möglich vermieden wird. Bereits in der Arbeitsvorbereitung wird berechnet, wie die Profile oder Gläser zugeschnitten werden, um möglichst wenig Verschnitt zu erzeugen. Alle Kunststoffabfälle werden zum Lieferanten zurückgeschickt, der sie schreddert, schmilzt und wiederverwendet. So entsteht eine neue Generation von Alleskönnern für den Hausbau. Herausragend gut gemachte Fenster made in Germany.